Fast 20 % der europäischen Bevölkerung leiden an Übergewicht. Die meisten Ärzte und Diätassistenten diagnostizieren Übergewicht noch mit dem BMI (Body Mass Index) Dieser errechnet sich aus dem Köpergewicht in kg durch die Körpergröße in m ins Quadrat. Dabei zählt im groben ein Wert zwischen 20-25 als normal. Geschlechterspezifische Abweichungen lassen einen Wert bis 18 und 26 zu. Bis in die 80iger Jahre rein hat man es sich sogar noch einfacher gemacht und hat einfach die Körpergröße in cm genommen und hier -100 gerechnet. Jedoch sind beide Werte ungenau und auf keinen Fall ein gesunder Maßstab.
Sowohl der Broca Index (Körpergröße – 100) als auch der Body Maß Index (Körpergewicht/m²) weisen Fehler auf. Einweiß (Muskeln) sind schwerer als Fett, so wird der Index als Sportler schon getrübt. Aber auch Krankheiten werden nicht berücksichtigt. Wesentlich genauer ist der Taille-Hüft Index. Dieser geht weniger auf das Körpergewicht ein, sondern auf die Körperproportionen. Hier rechnet man den Bauchumfang durch den Hüftumfang. (der Normale Wert liegt bei Frauen zwischen 0,8 – 0,85 und bei Männern zwischen 0,9 und 1)
Sämtliche Diätzeitungen und Seiten reden von Kalorien, Kohlenhydraten und alles was man irgendwie in Verbindung mit der Ernährung bringt. Auch hier spielt wieder die Angst mit hinein. Soviele Kalorien darf man am Tag essen, dass man nicht zunimmt. Das Essen darf man dann zu definierten Zeiten essen. Fettburner werden angeboten, die kinderleicht fett verbrennen, ohne das man den Lebensrhythmus umstellen muss. Aber wie beim Rauchen aufhören gibt es auch hier einen Leitspruch. Abnehmen tut nur der, der es auch will. Denn in der Regel ist es die Gesamtheit des Menschens der Ausschlag das man übergewichtig ist.
Berechnet man bei der Kalorienzählerei mit hinein unter welchen Umständen man ein Brötchen isst? Geht man bei der letzten Mahlzeit auch davon aus, dass man mal um 2 ins Bett geht und erst um 11 wieder aufsteht? Was ist an besonders stressigen Tagen? Jeder Tag ist anders. Zwar hat man einen gewissen Grundrhythmus nach den man gehen kann, aber nahezu an jedem Wochenende, kommt dieser durcheinander. Man schläft länger, hat mehr Ruhephasen und isst ggf. auch ausgewogener.
Wer also Tatsächlich ein paar Pfunde verlieren will oder gar Kiloweise sich von seinem Fett lösen will. Sollte auf die kompletten Lebensumstände achten. Und man sollte verstehen, was der Körper genau macht, wie er die Pfunde verliert, bez. aufbaut. Denn dann kann man sich das auch selber ein wenig herleiten. Kleine Hilfsmittelchen wie einen Fettburner kann man nutzen, wenn man auch die Bewegung hat, dass der Körper nicht etwa das Eiweiß verbrennt. Auch die Punktezählerei kann man machen, denn hier ist der finanzielle Anreiz. Lustige Apfel, Torten und Cola-Diäten haben einzig einen netten Namen, bringen aber allein nichts.
Wie macht man nur Geld mit dem Abnehmen – man erzählt Vorher / Nachher Geschichten und wieviel die Leute abgenommen haben. Klingt oft sehr verführerisch und reizt. Man will auch in den meisten Fällen nicht an die stark Übergewichtigen ran, sondern an die große Zahl, der Leute die nur 4-5 Kilo verlieren wollen. Anreizen tut man aber mit stark übergewichtigen Menschen, um den Effekt zu verstärken. Wer tatsächlich 20 Kg und mehr verlieren will, sollte sich mehr Zeit nehmen. Denn hier birgt es große Risiken, wenn man sehr schnell sehr viel abnimmt.